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Der "Goldene Hirsch" in Salzburg, heute Treffpunkt der lokalen und internationalen Gesellschaft, blickt auf das Jahr 1407 zurück: Schon damals wurde der an der Getreidegasse stehender Gasthof in einer Urkunde des Benediktinerinnen Stiftes Nonnberg als Steuerzahler geführt. Seit 1564 scheint der Name "Güldener Hirsch" auf. Die Fassade dieses Stammhauses und des in den Siebzigerjahren unseres Jahrhunderts dazugekauften Nachbarhauses ist unauffällig und schlicht geblieben. Understatement nach außen hin, Luxus erst hinter der klobigen Eingangstür. Der "Goldene Hirsch" ist eben ganz und gar anders als die übrigen Weltklassehotels, zu denen er zählt.
Ganz und gar unüblich entwickelte sich der Aufstieg des Hotels, als es im Jahre 1948 von der Familie Walderdorff renoviert und eröffnet wurde. Gräfin Harriet Walderdorff verwirklichte ihre Vorstellung, Gastgeberin internationaler Prominenz zu werden, auf unkonventionelle Art. Zwar wurden in das verwinkelte, verschachtelte Haus funktionell-moderne Sanitär- und technische Anlagen eingebaut, zur Ausstattung der Gästezimmer und Gesellschaftsräume sammelten Emanuel und Harriet Walderdorff aber mit Kunstverstand und Beharrlichkeit jahrhundertealte Bauernmöbel, einen Trend voraussehend, der erst viel später populär wurde. Gäste, die in den genormten Hotelsilos links vom Entrée das Bad und rechts den Einbauschrank erwarten (oder seitenverkehrt), müssen gehörig umlernen, denn jedes Zimmer im "Goldenen Hirsch" ist individuell und eigenständig möbliert. Die Sammlerleidenschaft der Familie Walderdorff, in deren Besitz das Hotel bis 1970 war, prägt heute noch die gesamte Atmosphäre des Hauses. Auf Schritt und Tritt entdeckt man Kostbares, Altes, Echtes: hier ein Gemälde, dort eine Holzskulptur; sogar die Bar wurde aus einer antiken Truhe mit Stichen aus einem jahrhundertealten Himmelsatlas - sorgfältig unter Glas - originell gestaltet. Ein Unikat bildet auch der alte Refektoriumstisch im Restaurant, ein beliebter Platz für Stammgäste. Hier wurde vor Jahren eine für Salzburg kulturhistorische Entscheidung getroffen: der Standort des neuen Festspielhauses wurde von den Verantwortlichen endgültig ausgehandelt. Womit die schicksalhafte Verbundenheit des "Goldenen Hirsch" mit den Salzburger Festspielen erneut dokumentiert wurde.
Die Wechselwirkung zwischen der zunehmenden internationalen Ausstrahlung der Salzburger Festspiele und jener des "Goldenen Hirsch" in den Fünfziger Jahren ist mehrfach belegt. Für kunstbeflissenes Publikum mit gehobenen Ansprüchen bedeutete es einen zusätzlichen Anziehungspunkt, in der Mozartstadt ein Hotel von internationalem Luxusstandard samt beliebtem Restaurant vorzufinden. Gleichzeitig profitierte der "Goldene Hirsch" davon, daß sich die bei den Festspielen beschäftigten Künstler, vom Stardirigenten bis zum "Jedermann"-Star, als Stammgäste einfanden. Was vor allem als Kompliment für Küche und Service zu verstehen war, die sich mehr und mehr zum Anziehungspunkt der Salzburger und internationalen Feinschmecker entwickelten.
Im ledergebundenen Gästebuch ist dieser kometenhafte Aufstieg des "Goldenen Hirsch" nachzulesen, in Form einer Autogrammsammlung die auf der ganzen Welt kein Gegenstück hat. Herbert von Karajans unverwechselbare Signatur findet sich im August 1949 unter den ersten Unterschriften. Und im Gegensatz zu der ihm zugeschriebenen Wechselhaftigkeit hielt der Pultstar dem "Goldenen Hirsch" drei Jahrzehnte die Treue. "Nach 30 Jahren immer noch" schrieb Karajan auf die Schlußseite des damaligen Gästebuches. Das Hotel ist seit Herbst 1976 im Besitz der Imperial Hotels Austria AG und kann seit 1998 auf das internationale Netzwerk der Betreibergesellschaft Starwood Hotels & Resorts zurückgreifen, innerhalb deren Marke „The Luxury Collection" es geführt wird. Herbert Pöcklhofer übernahm die Direktion im Jahre 2002 von Johannes Walderdorff und nennt sein ganz persönliches Rezept des Dauererfolges: "Der Goldene Hirsch ist Inbegriff der Salzburger Gastlichkeit. Ein bewährtes Team führt diese Tradition für internationale Gäste und die Salzburger Gesellschaft seit Jahrzehnten mit höchstem Qualitätsanspruch fort: Jeder Gast ist bei uns Freund des Hauses." Das Luxury Collection Hotel Goldener Hirsch ist seit Ende 2011 im Besitz der Hotel Goldener Hirsch GmbH und wird von Hoteldirektor Wolfgang Putz und seinem langjährigen, professionellen Team mit persönlichem Service und Traditionsbewusstsein geführt.
Trotz seines internationalen Renommées hat sich der "Goldene Hirsch" - mit 70 Zimmern ein kleines Haus - den Charakter eines noblen Privathauses bewahrt. Das wissen auch die Veranstalter von Vorstandssitzungen und Seminaren zu schätzen, denen dafür, sowie für Schulungen, Produktpräsentationen und ähnliche Veranstaltungen die „Bibliothek" des Hauses, ein Boardmeetingroom mit modernster Konferenztechnologie, zur Verfügung steht. Aber auch private Gastgeber bevorzugen den "Goldenen Hirsch" zur individuellen Gestaltung von Geburtstagsfeiern und Jubiläen, wenn es gilt, einen internationalen Freundeskreis zusammenzuführen.
Den Bedürfnissen internationaler Gäste wird das Hotel in jeder Hinsicht gerecht. In jedem Zimmer ist auf einer altehrwürdigen Truhe ein vollautomatisiertes Telefon installiert, es gibt Minibars, Farbfernseher und Klimaanlagen. Wer im eigenen Wagen anreist, kann den Garagierungs-Service in Anspruch nehmen. Man läßt den Wagen samt Gepäck vor dem Hotel stehen, alles andere, nämlich Gepäckstransport und Garagierung, besorgt das Personal. Dieser Garagierungsdienst zeigt nur eine der vielen Facetten des Luxusservice, der immer wieder die Gäste beeindruckt.
Doch der Ruhm des "Goldenen Hirsch" basiert auch auf dem Restaurant Goldener Hirsch und dem beliebten Catering-Service. Die exzellente Küche versorgt Regierungsempfänge, auswärtige Parties, Hochzeitsdîners auf Schlössern und sonstige Großveranstaltungen. Wo immer erlesene Gastronomie und optimal geschultes Personal in Salzburg gefragt sind, der "Goldene Hirsch" macht stets seinem Ruf alle Ehre. Als gepflegter Salzburger Innenstadt-Treff hat sich das Restaurant "Herzl" bestens eingeführt: eine volkstümliche, gemütliche Stimmung verbunden mit bester Qualität des regionalen Speisenangebotes zieht nicht nur Hausgäste, sondern vor allem ein spezifisch Salzburgisches Stammpublikum an.